In einem älteren Beitrag habe ich die Daten zum Prozesskostenrisiko noch manuell ermittelt und die Grafik mit Excel erstellt. Mit Python 2.7 lässt sich diese Arbeit jedoch sehr schön automatisieren und die entsprechenden Graphen sehen gleich auch viel besser aus:

 

 

Zu beachten ist dabei, dass ich die Anwendung des § 92 Abs. 2 Nr. 1 ZPO unterstellt habe, was in der Praxis dem Normalfall entspricht. Das heißt, ab einer Erfolgsquote von 90% hat die insoweit obsiegende Partei keinerlei Prozesskosten zu tragen. Letztlich wird die Kernaussage bestätigt: Bei einem relativ geringen Streitwert sollte man sich regelmäßig auf eine außergerichtliche Durchsetzung des Anspruchs beschränken. Demgegenüber lohnt sich die gerichtliche Durchsetzung bei einem relativ hohen Streitwert fast ausnahmslos.