Am 09.12.2010 hat sich der ehemalige EU-Komissar Günther Verheugen bei Maybrit Illner wie folgt eingelassen:

„Wir sollten bitte nicht vergessen: Dieses ganze Projekt „Europäische Einheit“ ist wegen Deutschland notwendig geworden. Es geht immer dabei (darum) Deutschland einzubinden, damit es nicht zur Gefahr wird für andere. Das dürfen wir in diesem Land nicht vergessen.“ … „Wenn Sie glauben, dass das 65 Jahre nach Kriegsende keine Rolle mehr spielt, dann sind Sie vollkommen schief gewickelt. Ich kann Ihnen nach 10 Jahren Brüssel sagen: Das spielt jeden Tag noch, jeden Tag noch, eine Rolle.“

Zu dieser „Einbindung“ gibt es bei der Bundeszentrale für politische Bildung eine sehr schöne Infografik:


Quelle: bpd

 

Im Jahre 1726 schrieb Jonathan Swift den Roman „Gulliver’s Travels“, zu dem auch ein schönes Bild bekannt ist:

Quelle: BBC

 

Gezeigt wird die „Einbindung“ Gullivers durch die Bewohner des Landes Liliput. Gewisse Ähnlichkeiten dürften gerade nicht zufällig sein.

Das Ergebnis der „Einbindung“ Deutschlands kann man übrigens auch in den Statistiken erkennen:

 

Wenn man sich vor Augen führt, dass die Kanzlerin erst jüngst ihre Abschiedstournee in Washington, London und Moskau hinter sich gebracht hat, der französische Präsident kam freundlicherweise nach Berlin, und der künftige Kanzler sich bereits in Paris empfiehlt, fühle ich mich jedenfalls an den alten Ausspruch von Kurt Schuhmacher über Konrad Adenauer erinnert. Wenn die Politik den Anschein erweckt, dass fremde Interessen Vorrang haben, ist das angesichts dieses Abschneidens nicht verwunderlich. Man könnte durchaus Erklärungsbedarf anmelden. Vielleicht gibt es ja eine einfachere Erklärung.