Norbert Röttgen, seines Zeichens Transatlantiker, sieht die Laschet-CDU in „existenzieller Gefahr„. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund ihrer Schwesterpartei in Italien zu verstehen. Die Democrazia Christiana, die nach dem Krieg mit Unterstützung der USA an die Macht gebracht wurde, löste sich zeitgleich mit dem Abschluss des Vertrages von Maastricht (Versailles 2.0) einfach selbst auf. Man hatte sozusagen seine Schuldigkeit getan und durfte gehen. Dabei war völlig egal, dass die DC bis dahin fast alle italienischen Ministerpräsidenten gestellt hatte. Ihr Zeitfenster hatte sich geschlossen.

In Deutschland konnten sich die Scheinkonservativen, Herbert Wehners „patentierte Christen„, die nach der „geistig moralischen Wende“ komischerweise kein einziges SPD-Gesetz rückgängig gemacht hatten, auch nach der Wiedervereinigung zunächst noch im Amt behaupten, obwohl die Zerschlagung der ehemaligen DDR und der Ausverkauf ihrer Industrie ins Ausland, insbesondere der Leuna-Werke und des VEB-Minol an Frankreich, dem Spuk letztlcih ein verdientes Ende setzte. Dass der Wahlkampf Helmut Kohls mutmaßlich mit Wahlspenden aus Frankreich unterstützt wurde, hinterlässt dabei natürlich insbesondere für Uninformierte einen bitteren Beigeschmack, dabei war es nur eines von vielen Beispielen aus dem Spendensumpf der Union.

Neben dem Schaden, den die Union durch den Ausverkauf der deutschen Industrie an die Siegermächte angerichtet hat, sind natürlich auch ihre Erfolge nicht zu ignorieren: Sie hat nämlich die internationalen Sozialisten (SPD), die das gesamte deutsche Staatsvermögen an die Armen aus der ganzen Welt verschenken wollen, und den deutschen Selbsthass auf die Spitze treiben, über Jahrzehnte an der Realisierung ihres wahnwitzigen Vorhabens gehindert. Das stimmt so natürlich nicht ganz, denn die Union machte natürlich genau dasselbe, lediglich langsamer, so dass es der Frosch im Kochtropf nicht merkt.

Da Veränderung aus eigener Kraft in der Bundesrepublik Deutschland praktisch und dank unseres Bundesverfassungsgerichts, als „Überregierung mit gesetzgebender Gewalt„, auch juristisch unmöglich ist, stellt sich auch nicht die Frage nach politischen Veränderungen. Veränderungen können nur von außen kommen, z.B. durch den Staatsbankrott des Hegemons. In diesem Fall wird sich die EU emanzipieren und Deutschland noch näher an Frankreich rücken. Braucht Deutschland eine CDU? Nein, natürlich nicht. Die Truman Show einer simulierten Demokratie funktioniert auch ohne Scheinkonservative.

 

Quelle: Wikipedia