Neuerdings wird es für den sexuellen Wandel, der weltweit durch die Tides Foundation angeschoben wird, besonders kritisch, denn in Ungarn soll ein Referendum stattfinden. Dass Minderheiten bei Referenden schlecht abschneiden, insbesondere wenn sie sich im 6%-Bereich bewegen, dürfte auf der Hand liegen. Zudem begann die Europäische Union, was anscheinend gerne vergessen wird, einst als Wirtschaftsgemeinschaft, nicht als Swinger Club.

Die Frage, ob das Ende der Diskriminierung eine Gleichbehandlung oder gar eine Privilegierung, zur Folge haben soll oder gar muss, ist offen. Man kann zwar problemlos im Rahmen einer Anti-Diskriminierung einen Straftatbestand abschaffen, aber das heißt noch lange nicht, dass das entsprechende Verhalten künftig als gesellschaftlich akzeptiert gelten soll. So wurde z.B. unter der Großen Koalition im Jahre 1968 der Verfassungsverrat, auf den übrigens die lebenslange Freiheitsstrafe stand, abgeschafft. Soll der Verfassungsverrat, der kalte Umsturz von oben, deshalb gesellschaftliche Akzeptanz genießen, oder gar an Schulen Werbung für eine entsprechende Initiative der Bundesregierung gemacht werden?

Trivia: Kennen Sie sonst noch einen Tatbestand, auf den die lebenslange Freiheitsstafe stand, der komplett abgeschafft wurde?

Bislang ist es erfolgreich gelungen, in der Bundesrepublik jeden gesellschaftlichen Wertewandel notfalls auch gegen den Widerstand der Bevölkerung von oben zu oktruieren. Die Bevölkerung wurde hier bislang zu rein gar nichts gefragt, denn die 4 Mütter und die 61 Väter des Grundgesetzes hatten sich aus „guten Gründen“ dagegen entschieden. Das lag nicht daran, dass sie sich selbst nicht vertraut haben, sondern der Bevölkerung, in deren Auftrag sie handeln mussten, von den Alliierten nicht getraut wurde. Ungarn hat eine andere Verfassungsgeschichte, deshalb darf die Bevölkerung dort auch befragt werden. Die Frage ist nicht, wie die Geschichte in Ungarn ausgeht. Die Frage ist, wo noch Referendem gefordert werden. Das Ergebnis ist überall gleich.

 

P.S.: Die nächste Eskalation droht aus einer ganz anderen Ecke, von der Fleisch-Theke. Die Spanier wollen nicht auf ihr Steak verzichten. Dabei haben Wissenschaftler doch erst jüngst herausgefunden, dass Insekten die Proteinquelle der Zukunft seien. Irgendwie drängt sich das Gefühl auf, das bei den Gesellschafts-Reformern in Brüssel gerade die gesamte Agenda ihrer „Schönen neuen Welt“ gegen den Ventilator fliegt. Tragisch! Woran liegt es? Es liegt daran, dass diese „Bürger“ einfach nicht wissen, was gut für ist. Man muss sie einfach noch umfassender betreuen. Wir brauchen viel mehr Propaganda.