Das Dritte Reich vertrat bekanntlich eine sozialdarwinistische Philosophie. Das Ergebnis ist bekannt: Millionen unschuldiger Menschen wurden getöten.

Der Antifaschist im Nachkriegsdeutschland wusste nicht zwingend, was richtig ist, aber er wusste mit der Sicherheit ergebnisorientierten Denkens, was falsch ist. Manchen reichte das jedoch nicht. Die Ungewissheit, lediglich das Falsche zu kennen, ist auf Dauer unbefriedigend. Sie wollen das Richtige tun, und das Richtige ist nach der üblichen Logik, die von man im Religionsunterricht vermittelt bekommen hatte, das Gegenteil des Falschen. Der ewige Kampf des Guten gegen das Böse, der seit dem Zeitalter Zarathustras bei allen monotheistischen Religionen im Mittelpunkt steht, zeigte ihnen den Weg. Danach war der 08. Mai 1945 der Tag des Jüngsten Gerichts. Nicht ohne Grund sprach die Nationalhymne der DDR von der Auferstehung aus Ruinen.

Das Gegenteil des Sozialdarwinismus ist die Diversität. Nur so ist das neuste Cover des Potsdamers Universitätsmagazins zu verstehen.

Mich erinnert dies an die ARD-Serie „Klimbim“, die in den 70ern im Samstagabendprogramm lief. In der 2. Staffel wurde die Fernsehfamilie tiefgefroren und wurde in der Zukunft aufgetaut. Um wieder in die Vergangenheit zurückzukehren, nutzte man Hitze. Damals lief das allerdings noch unter „Comedy“.

 

Quelle: Klimbim Folge 8