Der erfolgreichste Ufa-Spielfilm im Dritten Reich hieß „Die große Liebe„. Darin ging es um einen Offizier der Luftwaffe, der während eines Fronturlaubs seine Traumfrau kennengelert hat. Ausgerechnet am Tag der Hochzeit bekommt er jedoch einen Einsatzbefehl. Was macht unser vorbildlicher Nazi-Offizier? Er verlässt selbstverständlich die Feier und begibt sich sofort auf die Reise zu seinem Truppenstandort. Zarah Leander singt ihren größten Erfolg, und am Ende kommt es natürlich doch noch zu einem Happy End glücklichen Ende. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann lieben sie sich noch heute.

Das Konzept solcher Propaganda-Filme war immer gleich. Der Held wird mit einem Dilemma konfrontiert, bei dem es zwei Lösungen gibt: Der leichte unredliche Weg, und der schwere Weg, der jedoch den Idealen des Staates entspricht. Der Held entscheidet sich ausnahmslos für die vorbildliche Verhaltensweise, und wird am Ende zum strahlenden Sieger. Das Publikum war zu Tränen gerührt, und Goebbels zufrieden. Propagandaauftrag erfüllt.

Nach dem Krieg wurde das Konzept, vermutlich wegen des großen Erfolgs, unter umgedrehten Vorzeichen von den Alliierten weiterverwendet.

Die Methode hat sich seither nie geändert. Ob „Ein Herz und eine Seele„, oder „Lindenstraße„, es wird immer von einem jungen sympathischen Darsteller erfolgreich das gesellschaftlich erwünschte Verhalten vorgelebt, während der unsympathische Gegenspieler mit seinem abweichenden Ansatz Schiffbruch erleidet. Der einzige Unterschied ist, dass es heutzutage nicht mehr „Propaganda“ heißt, sondern unter dem Euphemismus „Erwachsenenbildung“ läuft.

Was sich natürlich noch geändert hat, ist die jeweilige Agenda, welches Verhalten gerade als gesellschaftlich erwünscht gepusht werden soll. Aktuell geht es natürlich dringend um die schnelle Integration von Minderheiten, insbesondere der sog. „People of Color“. Somit ist auch nicht verwunderlich, dass von der Firma, die den Namen UFA trägt, solche Ankündigungen gemacht werden.

Das ZDF gewährte letztens einen kleinen Vorgeschmack, was den Zuschauer an den Fernsehbildschirmen künftig erwarten wird, und zeigte den, von der Bavaria Fiction GmbH produzierten Film, „Annie – kopfüber ins Leben„. Auch bei dieser Story sind natürlich wieder alle typischen Beteiligten an Bord: Die sympathische Protagonistin, ihr unsympathischer Ehemann und das moralische Problem. Sie handelt so, wie es gesellschaftlich gewünscht wird, und zum Schluss kommt es zum glücklichen Ende Happy End. Bildungsauftrag erfüllt. Nur eines wissen wir nicht, wer anstelle von Goebbels diesmal zufrieden war.

Bemerkenswert finde ich bei der ganzen Geschichte, dass offenbar keinem der verantwortlichen Entscheidungsträger aufgefallen ist, wie durchsichtig dieser Manipulationsversuch ist. Propaganda funktioniert nur, wenn sie von der Zielgruppe nicht bemerkt wird. Damals im Dritten Reich, war das noch alles neu für die Zuschauer, aber heutzutage kennt man die Methoden. Dann trotzdem noch einen solch offensichtlichen Knaller rauszuhauen, grenzt für mich an völlige Ignoranz; oder man hält die Zielgruppe dieses Films einfach nur für so geistig unterbelichtet, dass sie überhaupt nichts mehr mitbekommt.

Was derzeit die „gesellschaftlich relevanten“ Themen sind, für die sich die freien Medien freiwillig gleichschalten, finden Sie >> hier <<. Da zeigt sich auch der feine Unterschied der Systeme. Was bei den Nazis noch erzwungen werden musste, geschieht heutzutage alles völlig freiwillig. Volenti non fit iniuria.

 

Nachtrag: Interessant ist auch die Anpassung des Strafrechts auf gesellschaftliche Veränderungen. Während der Ehebruch noch bis ins Jahr 1969 in der Bundesrepublik Deutschland strafbar war, stellt nach dem vollständigen Paradigmenwechsel die Bezeichnung „Schlampe“ nunmehr eine Beleidigung dar.