Neben dem ganzen Schwachsinn aus der Kategorie „Mann beißt Hund“, der tagtäglich die mediale Kloake heruntergespült wird, gibt es auch vereinzelte Meldungen, die begrüßenswert sind: Ein Normenkontrollantrag gegen die Abschaffung der Homöopathie als „Zusatzweiterbildung“ war erfolglos.

Es gibt immer noch Menschen, die z.B. Wasser, in dem bestimmte Stoffe so stark verdünnt sind, dass sie nicht mehr nachweisbar sind, eine heilende Wirkung zusprechen. Dies fällt jedoch bestenfalls unter den „Placebo-Effekt„. Das ist im Kern auch schon die gesamte Diskussion: Darf man aus Placebos ein Geschäftsmodell für eine Milliardenindustrie machen? Man darf natürlich alles, was nicht verboten ist, aber das heißt noch lange nicht, dass eine öffentlich-rechtliche Berufskammer dabei mitspielen muss. Ich halte die Entscheidung der Ärztekammer für richtig. Wenn man das Ergebnis kennt, kann man die Entscheidungsbegründung entsprechend anpassen. Dies war hier jedoch nicht nötig, weil dem Antragsteller bereits die Antragsbefugnis fehlte.