Lebt denn der alte Holzmichel noch? Eine berechtigte Frage, die man auch auf die Bundespolitik übertragen kann. Nach dieser grandiosen Überleitung ist klar: Es kann natürlich nur die FDP gemeint sein. Die gibt es immer noch, und sie hat sich einer wichtigen Problematik angenommen, dem Namensrecht.

„Nehmen wir an, Frau Müller und Herr Meier heiraten. Dann kann nur einer der beiden einen Doppelnamen annehmen, zum Beispiel Müller-Meier oder Meier-Müller. Der andere Partner muss bei einem Namen bleiben.“ Die Forderung der FDP: Zusätzlich zu den bestehenden Möglichkeiten sollen beide Ehepartner einen gemeinsamen Doppelnamen tragen können.

Wenn diese „Forderung“ angenommen wird, ist alles perfekt. Dann gibt es in der Bundesrepublik Deutschland keinen weiteren Verbesserungsbedarf.

Worum es bei der Reform des Namensrechts in Wirklichkeit geht, ist etwas ganz anderes. Es geht weder um Gesetzeskosmetik, noch um Müller-Meier oder Meier-Müller, es geht um die völlige Wahlfreiheit der eigenen Identität. Damit wird der Schritt von der virtuellen Person zur realen Person vollzogen. Endlich kann jeder auch im realen Leben zu dem Superhelden werden, den er jeden Abend im Internet unter einem Pseudonym schon lange verkörpert.

 
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