Wenn die Krise zur Normalität wird, warum nicht auch ein dauerhafter Krisenhaushalt? Es gibt Ansichten, bei denen man nur schwer dagegenhalten kann, auch wenn nicht alle der Akteure den Ruf einer unumstrittenen Seriosität genießen. Die ältere Dame wurde bereits verurteilt, der ältere Herr auch, lediglich beim Gewerkschaftler läuft es in die gegenteilige Richtung, er verurteilt andere (hier und hier), was bei Gewerkschaften, die nichts bewirken, nicht neu ist.

Wir wir schon aus den 30er Jahren wissen, bekommt man Krisen nur durch kreditfinanzierte Beschäftigungsprogramme in den Griff, genau wie sich Baron Münchhausen angeblich durch einen gekonnten Griff an den eigenen Haarschopf selbst aus dem Sumpf gezogen hat. Da die EU auf dem sozialistischen Konzept der Umverteilung basiert, muss sie zwingend zur Schuldenunion werden, sobald den Reichen (gemeint ist Deutschland) das Geld ausgeht. Wenn nichts mehr vorhanden ist, muss es irgendwo herkommen, und dieser Ort ist die Europäische Zentralbank als das real gewordene Wolkenkuckucksheim.

Natürlich ist es die Krise des Kapitalismus. Es kann nicht auf Dauer gut gehen, wenn sich wenige auf Kosten vieler bereichern. Natürlich ist eines Tages der Punkt erreicht erreicht, an dem das System zusammenbricht. Womit Marx jedoch nicht rechnen konnte, zu seiner Zeit waren staatliche Währungen noch goldgedeckt, ist Kreditbetrug und die moderne Form der Wechselreiterei. Das ist auch der Grund, warum die Marxisten trotz der Wirtschaftskrisen verzweifeln. Das Währungssystem will einfach nicht zusammenbrechen. Deshalb hat man sich mit dem Umweltschutz einen neuen Hebel geschaffen. Wenn man schon nicht an das Geld der Kapitalisten kommt, muss man die Produktionskapazitäten ihrer Fabriken auf Null fahren. So haben alle nichts.

Wer nichts hat, benötigt Kredit. Wenn alle nichts haben, benötigen alle Kredit. Ergo brauchen alle, auch wir, die Schuldenunion. Quod erat demostandum.