Dem FBI ist es gelungen, organisierten Kriminellen ein gehacktes Kryptotelefon unterzuschieben. An was erinnert uns das? Richtig, an die Affäre der schweizer Crypto AG, bei der es dem dynamischen Duo von CIA und BND gelang, der halben Welt angeblich sichere Verschlüsselungsgeräte anzudrehen, und dabei auch noch einen hübschen Reibach zu machen.

Das ist aber nicht der einzige Fall, der sich um ein sicheres Kryptotelefon dreht. So gab es einen deutschen Hacker mit dem Psydonym „Tron“, der angeblich ein solches Gerät entwickelt hatte. Er wurde daraufhin vom ehemaligen Chef des Scotland Yard im Auftrag einer israelischen Firma kontaktiert und kurze Zeit später erhängt im Berliner Stadtwald gefunden. Sein Mageninhalt war mehrere Tage alt, was die Ermittlungshypotese in den Raum stellte, dass die Leiche zuvor mehrere Tage lang gekühlt worden war. Dies wies die Staatsanwaltschaft jedoch als abwegig zurück, weil man dort offenbar nicht genügend amerikanische Mafia-Krimis gelesen hatte. Anways, eine funktionsfähige Version des Cryptophons konnte nicht (mehr) aufgefunden werden.

P.S.: Wer bei Thunderbird das konspirative PGP-Plugin verwendet, sei darauf hingewiesen, dass der Schlüssel noch bis neulich im Klartext auf seinem Rechner gespeichert wurde. Dieser Fehler wurde endlich behoben. Der Schlüssel wird nun nicht mehr im Klartext gespeichert, und damit dem Zugriff von „Unberechtigten“ ausgesetzt, sondern so stark verschlüsselt, dass ihn allenfalls die NSA auslesen könnte, die das natürlich niemals tun würde.