Die BZ meldet, dass Friedrich Merz ein wichtiges Duell gewonnen habe. Im Sauerland hat er sich gegen den bisherigen Wahlkreisinhaber Patrick Sensburg durchgesetzt. Der gibt sich angeblich als guter Verlierer, eine Qualität, die er sich möglicherweise von seinem Gegner abgeschaut hat. Wenn man sich die Liste der Mitgliedschaften anschaut, dann macht hier ein verdienter Mitarbeiter den Weg frei. Hätte man bei der CDU nicht eine weniger profilierte Persönlichkeit auswählen können, oder opferte sich Sensburg am Ende sogar freiwillig für das Vaterland, wie ein japanischer Kamizazeflieger? Ich tippe mal darauf, dass man ihn auf die Liste setzen wird, und dann passt das schon.

Die spannendste Frage dürfte jedoch lauten: Was soll dieser Zirkus eigentlich?

Friedrich Merz tauchte wie ein U-Boot aus dem Atlantik auf, scheiterte zweimal mit fliegenden Fahnen, und soll nun offenbar im nächsten Bundestag für die Opposition den Hardliner spielen, denn dass die Regierung Grün-Rot-Rot sein wird, ist praktisch sicher. Laschet kann keine Wähler mobilisieren, und Söder wird schneller von der Medienmeute demontiert, als er „Amigo“ sagen kann. Zudem schwebt über Beiden auch noch ein Damokles-Schwert, beim einen wegen seinem Sohn, beim anderen wegen seiner Ehefrau, zu dem die Details bereits beim Spiegel zugriffsbereit in der Schublade liegen dürften.

Nostradamus: Noch vor September steht der Unions-Kandidat kurz vor dem Rücktritt, und der Landtag entscheidet über die Aufhebung seiner Immunität.