Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat laut Spiegel den rechten Verein „Ein Prozent“ zum Verdachtsfall gemacht. Um mir diesen Laden mal anzuschauen, klicke ich neugierig aus Recherchegründen auf deren Webseite. Dort finde ich den Artikel „Grundsatzurteile: Einer muss es machen!“.

Man behauptet dort, angeblich 100.000 € in eine Klage gegen die Sperrung des Vereinsaccounts bei Facebook investiert zu haben.

Bitte was?

100.000 € für eine Klage gegen Facebook? Soll das „Satire“ sein, lupenreine Fake News, oder ist es der Anfangsverdacht für Untreue?

Besagtes Urteil erging in einem Berufsungsverfahren, bei dem der Streitwert auf 30.000 € festgesetzt worden war.

Ich kann problemlos nachvollziehen, wie man für zwei Instanzen bei diesem Streitwert auf ca. 14.500 € Prozesskosten kommen kann. Wie man jedoch auf 100.000 € kommen möchte, ist mir schleierhaft. Selbst wenn man für den eigenen Anwalt den Stundensatz einer Großkanzlei ansetzt, wird es schwierig, denn die Prozesskosten der Gegenseite werden in jedem Fall nach RVG abgerechnet. Das heißt, selbst wenn Facebook die teuersten Anwälte der Welt beauftragt, macht es für den Kläger keinen Unterschied. Der eigene Anwalt müsste demzufolge ca. 91.500 € gekostet haben. Das klingt arg unglaubhaft.